Wandelnde Blätter
Junges Wandelndes Blatt sitzt zwischen taufeuchten Brombeerblättern und ist kaum davon zu unterscheiden

Phyllium philippinicum

Wandelnde Blätter

Alles zur Haltung im Terrarium. Notizen und Fotos aus meinem Becken, jede Zahl mit Quelle.

Auf dem Foto oben sitzt ein Tier. Die meisten Besucher brauchen einen Moment, bis sie es finden.

Wandelnde Blätter gehören zu den Gespenstschrecken und treiben die Tarnung weiter als fast jedes andere Insekt. Der breite, flache Körper hat Blattadern, die Ränder sind unregelmäßig eingekerbt, als hätte jemand daran geknabbert, und die Beine tragen seitliche Lappen, die wie kleinere Blätter wirken. Beim Laufen schwanken die Tiere leicht hin und her, so wie ein Blatt im Luftzug.

Gehalten werden sie in einem warmen, feuchten Terrarium mit frischem Laub. Viel mehr brauchen sie nicht, und genau darin liegt die Schwierigkeit: die wenigen Stellschrauben müssen stimmen. Dieses Nachschlagewerk sammelt sie.

Die drei Zahlen, die den Unterschied machen

Wer nur drei Dinge aus diesem Nachschlagewerk mitnimmt, dann diese. An ihnen entscheidet sich, ob ein Bestand über Jahre läuft oder nach der zweiten Häutung zusammenbricht.

Höhemindestens das Dreifache der Körperlänge, weil sich die Tiere hängend häuten
Luftfeuchte60 bis 80 Prozent, sonst löst sich die alte Haut nicht sauber
Wasserglasimmer abgedeckt, sonst ertrinken die Nymphen darin
Wandelndes Blatt unterwegs auf einem Brombeerzweig
Zweige bis unter den Deckel sind Futter und Häutungshilfe zugleich.
Raureif auf grünen Brombeerblättern im Gegenlicht, die Blätter sind trotz Frost belaubt
Ende Januar im Garten: die Blätter stehen unter Raureif und sind trotzdem grün. Genau deshalb lassen sich Wandelnde Blätter ganzjährig mit Brombeere versorgen.

Woher die Angaben stammen

Alle Zahlen auf dieser Seite sind belegt, die Quellen stehen unter jedem Kapitel. Wo sich Quellen unterscheiden, etwa bei den Temperaturspannen, ist die Spanne genannt und nicht auf einen Wert zusammengezogen.

Nicht belegte Punkte fehlen bewusst: Preise, Krankheitsbilder und Empfehlungen zur Vergesellschaftung mit anderen Arten. Weitere Seiten zum Thema stehen in der Linksammlung.