Vom Schlupf zum ausgewachsenen Tier
Nymphen schlüpfen, indem sie mit dem Kopf gegen den Deckel des Eis stoßen. Frisch geschlüpft sind sie rot, rotbraun oder schwarzbraun gefärbt und werden erst im Lauf der weiteren Häutungen zunehmend grün. Bei Phyllium philippinicum sind sie anfangs schwarz bis dunkelbraun mit weißen Rändern.
Bis zum ausgewachsenen Tier vergehen je nach Art vier bis acht Monate. Beim Großen Wandelnden Blatt sind es acht bis zwölf Monate.
| Häutungen Weibchen | 6 |
|---|---|
| Häutungen Männchen | 4 |
| Entwicklungsdauer | 4 bis 8 Monate, beim Großen Wandelnden Blatt 8 bis 12 |
| Nach der letzten Häutung | Eiablage beginnt nach 3 bis 4 Wochen |
Dass Männchen zwei Häutungen weniger durchlaufen, erklärt auch, warum sie früher erwachsen und deutlich kleiner sind als die Weibchen.
Wie die Häutung abläuft
Die Tiere häuten sich hängend. Sie befestigen sich mit den Füßen an Deckel oder Zweig, lassen sich fallen und ziehen sich kopfüber aus der alten Haut. Der Vorgang braucht Platz nach unten und einen sicheren Halt oben.
Deshalb die Höhenregel: mindestens das Dreifache der Körperlänge als Behälterhöhe. Sie ergibt sich direkt aus diesem Ablauf, nicht aus dem Platzbedarf beim Laufen. Details unter Terrarium einrichten.
Die abgestreifte Haut, die Exuvie, wird meist gefressen. Die Tiere gewinnen daraus Spurenelemente zurück. Man muss sie also nicht entfernen und sollte es auch nicht sofort tun.
Wenn die Häutung misslingt
Häutungsprobleme sind die häufigste Verlustursache in der Haltung. Sie haben in aller Regel eine von drei Ursachen, und alle drei sind vermeidbar.
- Zu wenig Höhe Das Tier stößt beim Herausziehen auf den Boden oder auf Einrichtung und bleibt in der alten Haut stecken.
- Zu trockene Luft Die alte Haut löst sich nicht sauber. Eine Luftfeuchte von 60 bis 80 Prozent unterstützt den Vorgang.
- Kein sicherer Halt Fehlen Zweige bis unter den Deckel oder ist die Oberfläche zu glatt, findet das Tier keinen Aufhängepunkt.
Ein Tier, das sich häutet, darf nicht angefasst, umgesetzt oder besprüht werden. Der Vorgang dauert einige Zeit, und jede Störung kann dazu führen, dass ein Bein in der alten Haut bleibt.
Verlorene Beine werden bei den folgenden Häutungen zum Teil regeneriert, bleiben aber oft kleiner. Nach der letzten Häutung ist das nicht mehr möglich. Weitere typische Fehler stehen unter Häufige Fehler.
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Eier und ZuchtQuellen
- Wandelnde Blätter, Wikipedia
- Phyllium philippinicum, Wikipedia
- Großes Wandelndes Blatt, Wikipedia
- Wandelndes Blatt im Terrarium, drta-archiv.de